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PBSA-Tisch: Die „Making-Of Story“

 

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Thonet?


Ausgangspunkt war der Umzug der Peter-Behrens School of Arts, also der Fachbereiche Design und Architektur der Hochschule Düsseldorf, in ein neues Hochschulgebäude. Da unsere Seminarräume schon zahlreich mit den Thonet Stahlrohr-Freischwingern S 43 ausgestattet sind, bot es sich an, die neuen Räume aktiv mitzugestalten. Dabei entstand die Idee, einen Tisch im Rahmen von hochschulinternen Wettbewerben zu entwerfen, der optisch verwandt mit dem S 43 ist und den besonderen Anforderungen unseres Hochschulalltags gerecht wird. Von Anfang an suchten wir dafür den Kontakt zu Thonet, die uns vom ersten Wettbewerb bis zur Realisierung des Projekts unterstützten.

Welche Voraussetzungen gab es?


Die Anforderungen an den Seminartisch waren klar vorgegeben: Eine deutliche Verwandtschaft zum S 43 sollte erkennbar sein, der Tisch sollte auch als Präsentationsfläche fungieren können, Platz für vier bis sechs Personen bieten sowie langlebig, werkzeuglos und leicht um- und abbaubar sein.

 

Welche Aspekte waren Dir besonders wichtig?


Nach meiner Auseinandersetzung mit dem Entstehungsprozess des Stuhles S 43 sowie mit der Geschichte von Thonet und Bauhaus war mein Ansatz der, diese Geschichte mit Blick auf die Zukunft weiter zu entwickeln und weiter zu denken. Ziel meines Entwurfes ist es, der Simplizität und der Qualität der Einfachheit, die der S 43 ausstrahlt, näher zu kommen und den PBSA-Tisch auf das Wesentliche zu reduzieren.



Wie war der Weg vom Entwurf zum Produkt?


Über ein Jahr arbeitete ich mit Thonet, der Firma BAHSYS GmbH, der Modellbau- und Prototypenwerkstatt und dem Labor für Form+Raum der Peter-Behrens School of Art zusammen. Aufgrund der speziellen Anforderungen kam ich zu der Lösung, den rechten Winkel zu öffnen, der in der Bauhaus-Ära als Regel galt. Somit ergab sich die Möglichkeit, die Funktion des Tisches zu erweitern, indem man diesen auch als Präsentationsfläche nutzen kann. Auch das Material – Stahlrohr – ist Teil der Lösung, da es durch seine Eigenschaft, flexibel zu sein, möglich wurde, die Tischplatte in das Gestell zu klemmen. Der Buchstabe „a“ aus der Schrift „Futura“ diente als Inspiration für die Formsprache der Verbindungs-Clips.