Development mode
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Doppelausstellung: MIES – SITZEN UND LIEGEN 03

 

Mariko Takagi . ICH DENKE IN WÖRTERN UND TRÄUME IN BILDERN

und

 

Ludwig Mies van der Rohe . MIES FOR ALL SEASONS

 

8. Juli bis 16. September 2018

 

Für Thonet wurden im Jahr 1933 im Garten vor der Kulisse des Landhauses Lemke die Stahlrohrmöbel von Ludwig Mies van der Rohe in Szene gesetzt und für Werbezwecke fotografiert. Die historischen Fotografien nimmt das MIES VAN DER ROHE HAUS nun zum Anlass für eine Neuinszenierung mit dem Mies-Freischwinger S 533. Thonet hat die Stahlrohrsessel kontinuierlich weiterentwickelt, outdoorfähig, robust und UV-beständig gemacht. Standen sie als MR 10 und MR 20 damals für diese Fotoserie erstmalig im Außenraum Portrait, so sind sie nun tatsächlich im Garten benutzbar. Gestell und Gewebe können heute in verschiedenen Farben kombiniert und produziert werden. Die Farbenlehre des Bauhauses und der Farbkreis von Johannes Itten standen bei der Farbauswahl Pate.

 

Auch für Mariko Takagis Ausstellung waren die historischen Werbefotografien von Thonet Ausgangspunkt. Denn - was braucht man zum Sitzen und Liegen? Das geben die Fotografien ebenfalls vor: Buch und Apfel! In ihrer Ausstellung ICH DENKE IN WÖRTEN UND TRÄUME IN BILDERN wird sich die deutsch-japanische Künstlerin, Designerin und Wissenschaftlerin mit den Begriffen Sitzen, Buch und Apfel grafisch-analytisch und assoziativ beschäftigen. Dabei vergleicht die zwischen den Kontinenten hin und her Reisende Aspekte der japanischen und deutschen Kultur. Zu sehen sind gezeichnete japanische Schlaflaute, gestickte Apfelsprichwörter, gezeichnete Sleeping Beautys, ein Künstlerbuch, Kanji-Zeichen und eine Installationen aus Apfelkernen.

 

Die Themenreihe MIES – SITZEN UND LIEGEN findet zur Einstimmung auf das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum, das im Jahr 2019 bundesweit begangen wird, statt. Dazu veranstaltet das Mies van der Rohe Haus 2018 eine Ausstellungs-, Symposiums- und Veranstaltungsreihe, die die zeitgenössischen Künste mit Möbeldesign und Architekturgeschichte unter einer gemeinsamen Thematik vereint.

Die Themenreihe will jenseits von Werkverzeichnissen und musealen Präsentationen von Möbeln, eher praktische, ästhetische und kulturtheoretische Aspekte des „Sitzen und Liegens“ beleuchten. Vor dem Hintergrund des Beitrages eines der größten Architekten des 20. Jahrhunderts, Ludwig Mies van der Rohe, lässt sich sehr schön darstellen, dass „Sitzen und Liegen“ nicht nur eine Frage von Funktion und Konstruktion ist, sondern auch von Form, Wahrnehmung, Materialität und Genuss. „Less is more“ bedeutet hier ein Mehr an Lebensqualität.

 

Dr. Wita Noack /Mies van der Rohe Haus

 

Symposium am Freitag, den 7. September 2018

 

Eintritt/Anmeldung

5/3 Euro pro Person

info(at)miesvanderrohehaus.de

 

» Zum Programm

 

MIES VAN DER ROHE HAUS

Oberseestraße 60, 13053 Berlin

Tel 030.970 006 18

Dienstag bis Sonntag 11–17 Uhr

www.miesvanderrohehaus.de